Legasthenie – Lese-Rechtschreib-Schwäche

Die Legasthenie ist heute ein Modewort und scheint sich epidemiehaft zu verbreiten. Vielfach muss die Lese-Rechtschreib-Schwäche für andere Problemfelder herhalten.

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche ist als Symptom aufzufassen, das zu weitreichenden Problemen führt. Das Nichtbeherrschen von geforderten Kulturtechniken ist in unserer Gesellschaft verpönt und die Betroffenen werden diskriminiert. Dies erfolgt durch das Schulsystem mittels schlechter bzw. negativer Noten aber auch durch abwertende Zuschreibungen. D.h. die Lehrer werten die Betroffenen z.T. mit einer mehr oder weniger heftigen Wortwahl einfach ab. Dies führt zu fatalen Folgen, die der psychischen Gesundheit schaden können.

Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche zeigt sich beim Lesen bzw. beim Schreiben. Es gibt eine hohe Fehlerzahl, es kommt zu vielen Selbstkorrekturen, es werden Wörter, Silben oder Buchstaben ausgelassen oder vertauscht, es werden nur Fragmente wiedergegeben, harte und weiche Buchstaben werden verwechselt, die Schreibgeschwindigkeit ist langsam und oft ist die Schreibhaltung verkrampft. Es gibt noch viele weitere Indizien, die auf eine LRS hinweisen, die allerdings nicht zu kategorisieren sind. Anders ausgedrückt gibt es kein einheitliches Schema für Legastheniker – jeder entwickelt seine eigenen Fehler. Intensives Symptomtraining – also lernen und üben – hilft in der Regel gar nicht oder nur mäßig. Oft beherrschen die Betroffenen nach einer langen Lernphase den geforderten Stoff – aber nur kurzfristig. Häufig ist schon am nächsten Tag das vermeintlich erworbene Wissen wieder weg.

Die Folgen sind nachvollziehbar: Es kommt zu einer Lernverweigerung, zu Aggressionen, Depressionen, Wut und Angst bzw. weitreichenden psychischen Problemen, die sich danach auch vom eigentlichen Problem lösen können. Meist ist das Selbstwertgefühl geschädigt, es gibt Minderwertigkeitskomplexe und sogar ein Ausschluss aus der Gruppe kann vorkommen. Auf jeden Fall ist die zukünftige gesunde und erfolgreiche Schulkarriere gefährdet bzw. gibt es auch negative Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung.

Das Problem entsteht durch die normierten gesellschaftlichen Erwartungen und durch ein fehlerorientiertes Schulsystem.Anderssein wird nicht akzeptiert und als Schwäche ausgelegt. iilo sieht die Legasthenie als individuelle Prädisposition – also als eigenständige Veranlagung, die viele Talente und Stärken enthält.

Um den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, muss dennoch etwas getan werden – nämlich ein ursachenorientiertes Training, das die Konzentration und insbesondere die Motivation mit einschließt – ein iilo-TLS-Training eben.

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