iilo-TLS-Training

Seit 2002 bietet iilo ein spezielles Teilleistungsschwächentraining an. Teilleistungsschwächen sind Abweichungungen in der sinnlichen Wahrnehmung bzw. deren Verarbeitung (z. B. Gedächtnis), die sich auf kognitive Leistungen auswirken. Der Begriff „Schwäche“ ist dabei aus iilo-Sicht irreführend, weil es sich im Grunde um eine individuelle Form von Veranlagungen handelt, die auch als Talente bezeichnet werden. Graichen versteht unter Teilleistungen einzelne Faktoren oder Glieder innerhalb eines funktionellen Systems, die zur Bewältigung komplexer physiologischer oder pädagogisch-psychologischer Aufgabenstellungen – Anpassungsaufgaben – notwendig sind. Teilleistungsschwächen sind demnach Leistungsminderungen einzelner Faktoren oder Glieder innerhalb eines größeren funktionellen Systems (vgl. Graichen, 1973, 1979,1983).

Die Wissenschaft ist sich bei der begrifflichen Genauigkeit nicht ganz einig und es werden verschiedenste Verhaltens- und Lernstörungen in den Begriff integriert. Betrachtet man die wahrnehmungsbedingte Dimension, wie sie z. B. auch verschiedene Wissenschaftler (vgl. Brand, Breitenbach et al., 1988 oder Jean Ayres), dann sind Lern- und Schulprobleme Folgen von individuellen Teilleistungen, die sich eben zum Beispiel als Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, ADHS oder eines anderen Symptoms äußern.

Hierin findet sich auch der Ansatz von iilo. Es wird davon ausgegangen, dass nur eine ursachenorientierte Vorgangsweise ein Symptom (z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie) bewältigen kann. Reines Symptomtraining – also das manigfache Üben und übertriebene Lernen – führt bei einer gegebenen Teilleistungsschwäche nicht zum gewünschten Erfolg und wirkt sich schließlich auf die psychische Gesundheit der Betroffenen aus.

Deshalb hat iilo ein Trainingssystem entwickelt, das ganzheitlich ausgerichtet ist und eben die Ursache ins Zentrum rückt, wobei gleichzeitig der psychischen Dimension im Sinne der motivatorischen Kräfte großes Augenmerk geschenkt wird.

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