Alternative zur Nachhilfe

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Institut für individuelle Leistungsoptimierung startet Sommerinitiative für Kinder mit Teilleistungsschwächen

Die Ergebnisse der Pisa-Studie geben Barbara Rinner – Leiterin von iilo-Salzburg (Institut für individuelle Leistungsoptimierung) – einen aktuellen Anlass, erneut aktiv zu werden und auf das Kursangebot von iilo aufmerksam zu machen.

Bis zu 20% der Kinder kämpfen mit so genannten Teilleistungsschwächen. Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche), Dyskalkulie (Rechenschwäche) oder ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) sind die Symptome solcher Schwächen, die meist auf der Wahrnehmungsebene angesiedelt sind. Bei weiteren zehn Prozent gibt es andere Gründe für Schulprobleme, die genauso unsere Aufmerksamkeit benötigen. Teilleistungsschwächen haben allerdings nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, meist sind diese Kinder mit besonderen Begabungen ausgestattet oder eher bereit, diese weiterzuentwickeln. In der Schule wird auf solche Kinder keine Rücksicht genommen und sie geraten zunehmend unter enormen Zugzwang, da der Stoff immer mehr und die noch zur Verfügung stehende Zeit, um die Noten zu verbessern, immer weniger wird.

Eltern geben vielfach Unsummen an Geldern für Nachhilfeunterricht aus ohne zu wissen, dass der Kern des Problems, nämlich die fehlende Motivation, hierdurch gänzlich unberücksichtigt bleibt. Es erfolgt lediglich eine „Oberflächenkosmetik“, die laut Rinner keinen langfristigen Nutzen für die Kinder bringt, sondern lediglich die Kassen der Nachhilfeinstitute auffüllt. Die Kinder geraten ständig unter enormen psychischen Druck, sämtlichen Erwartungen, die an sie herangetragen werden, entsprechen zu müssen. In diesem fremdbestimmten Umfeld ist es laut Rinner nahezu unmöglich ein von positivem Selbstwert und Eigenverantwortung bestimmtes Ich zu entwickeln. Um die Kinder zu entlasten und sich ganz ihren Stärken widmen zu können, hat iilo schon seit 2003 spezielle Kurse im Angebot. Die Trainings finden in Puch bei Salzburg (oder bei Bedarf auch in anderen Bundesländern) statt.

 

Text: vm-Verlag, Foto: shutterstock/Jacek Chabraszewski

Fehlerorientierung schadet unseren Kindern

shutterstock_62865184-1 Gruffi

Wer kennt das nicht: Kritik der Lehrer ,schlechteNoten, eine misslungene Prüfung. Die Leistungsgesellschaft verlangt unseren Kindern viel ab. Nur die Besten können überleben und haben Chancen. Dabei ist jeder in einer bestimmten Hinsicht der Beste bzw. zählt er zu den Besten. In jedem Kind sind enorme Stärkenvorhanden. Nur interessiert das niemanden, wenn es sich nicht um schulische Stärken handelt.Klar sollte jeder Lesen, Rechnen und Schreiben können. Es darf aber kritisch hinterfragt werden, ob allfällige Mängel dabei Menschen die Zukunft rauben dürfen. Genau das geschieht an vie-len Schulen, das System gibt dies eigentlich vor. Denn viele Lehrer sind immer nur auf der Suche nach Fehlern. Lehrer sind nicht darauf programmiert, das Richtige her-vorzuheben und damit Lob auszusprechen, sondern sie setzen den Rotstift an und gehen dem Fehlerhaften auf die Spur. Zurück bleiben frustrierte Kinder, die ein negatives Denken von der Schule mitnehmen, die dann selbst nur das Schlechte sehen, und die gar nicht mehr auf die Idee kommen, dass es auch gute und starke Seiten in ihnen gibt. Diese aktiviert das Institut für individuelle Leistungsoptimierung mit sogenannten mentalpsychologischen Interventionen. Das Institut, das in Salzburg, Kärnten und Wien Programme anbietet, arbeitet unter anderem mit teilleistungsschwachen Kindern – und das mit großem Erfolg.

Stärken hervorheben

In anderen Ländern wird längst auf die Stärken der Schülerinnen geachtet. Das „Schulische-Enrichment-Modell“ von Renzulli versucht die Stärken der SchülerInnen in den Vordergrund zu stellen und diese zu fördern. Zwar ist dies meist mit einem Elitedasein verbunden, aber das Modell lässt sich leicht auf alle SchülerInnen ausweiten. Denn jedes Kind hat Talente und jeder hat seine Stärken. Die Gesellschaft braucht all diese Talente und Stärken. Ein schlechter Rechner muss ja deshalb nicht gleich von allen weiterführenden Entwicklungen ausgeschlossen sein. Aber das genau geschieht mit Knock-out-Prüfungen, dem Numerus-Clausus (inDeutschland) und ähnlichen Eliminie-rungsmaßnahmen. Jemand, der schlecht rechtschreiben kann, wird diskriminier tund seine Karriere kann schnell vorbeisein, noch ehe sie überhaupt begonnen hat. Gute Ärzte müssen weder perfekt rechnen noch exzellent rechtschreiben können, das Gleiche gilt für Sportler und Künstler sowie für viele andere Berufsgruppen. Nur werden solche Schwächen in unserem System dermaßen überbewertet, dass die Betroffenen in ihrem Unbewussten von ihrer Wertlosigkeit alsMensch schnell überzeugt werden.

Individuelles Talenteportfolio

Pädagogische Lösungen sind nicht in Sicht. Zwar gibt es Ausnahmen, wie die Waldorfpädagogik oder andere reformpädagogischen Ansätze. Diese sind aber nur selten zu finden und werden von der Regelschule auf breiter Basis nicht angewandt. So werden die Fehler wohl noch lange im Mittelpunkt des schulischen Geschehens bleiben. SchülerInnen wird also weiterhin oft das Selbstbewusstsein genommen, sie werden auf Minderwertigkeit programmiert. Jede schlechte Note ist eine Kränkung, und es erscheint wohl nur logisch, dass viele Kränkungen krank machen. Wollen wir kranke Kinder und kranke Gesellschaftsmitglieder? Die Zunahme der verhaltensauffälligen Kinder, die hohe Ratebei der Kinderdepression und überhauptdie zunehmenden psychischen Krankheiten sollten wohl ein Alarmsignal sein. Natürlich ist nicht alles auf die Schulezurückzuführen, dennoch trägt diese, gerade bei jenen, die unsere Unterstützungbrauchen, dazu bei, dass viele aufgeben und nicht an ihre Fähigkeiten glauben. Immer noch gibt es keine flächendeckenden Talentetests, kein individuelles Talenteportfolio und keine individuellen Förderungen, die sich auf die einzelnen Talente beziehen. Wenn die Schule hier schon keinen Lösungsansatz findet, dann gibt es wenigstens Institute, die sich darum küm-mern. Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung vermittelt „geschädigten“ Kindern das erfolgsorientierte und auf Stärken ausgerichtete Denken in eigenen Kursen. Es gibt wahrlich keinen Grund, Kinder mit Minderwertigkeitskomplexen heranzuziehen. Wenn der Erfolg in der Schule ausbleibt, ist dies aber leider nur allzu oft der Fall. Kinder ohne Erfolgserlebnisse haben kein Selbstvertrauen und kein Selbstwertgefühl – das prägt für die Zukunft. Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung sucht erst einmal nach den Ursachen von allfälligen Schwächen und empfiehlt eine Doppelstrategie. Zum einen sollten doch die gestellten Anforderungen in der Schule er-üllt werden und zum anderen ist es notwendig, eine Stärke herauszufinden und diese zu fördern. Zuerst muss aber das Denken verändert werden. Menschen sind von Urteilenanderer abhängig und eigene Bewertungen werden immer von außen geprägt. Deshalb sind die so genannten mentalpsychologischen Interventionen des Instituts für individuelle Leistungsoptimie-rung darauf ausgerichtet, das Unbewusste zu beeinflussen. Wenn ich denke, dass ich etwas nicht kann, dann werde ich nicht einmal einen Versuch starten. Die eigene Annahmewird sich im Sinne der „Selbsterfüllenden Prophezeiung“ auch einstellen. Umgekehrt funktioniert dies aber ebenso. Kaum einer kann selbst – weil ja schon Programme verinnerlicht wurden – eineVeränderung herbei führen, sondern braucht externe Hilfe.

 

Text: vm-Verlag, Foto: shutterstock/Gruffi

Aggressionen abbauen!

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Aggressive und hyperaktive Kinder finden Ruhe in spezieller Entspannungs- und Maltherapie

Durch eine eigene Maltherapie werden Kinder ruhiger, lernen sich zu entspannen, steigern ihre Leistung und helfen sich und der Familie.

Kinder, die unruhig sind, aggressiv von der Schule nach Hause kommen oder eine hyperaktive Grundhaltung zeigen, sind oft nur medikamentös einzustellen. Woher die Aggressivität kommt, ist meist unklar. Vielfach sind Druck, Über- oder Unterforderung, familiäre oder Einflüsse aus Gruppen die Ursache für ihr Verhalten. Die Umwelt wie auch die Familien gehen meist schwer damit um, zeigen kein Verständnis oder reagieren mit Gegenaggression.

Solche Kinder brauchen ein Ventil bzw. ein Instrument, wo sie ihre Kraft ablassen können. Kreatives Arbeiten hat sich dabei als wirkungsvoll herausgestellt. Die Aggression wird in ein Objekt übergeleitet, das Teil des Kindes bleibt und damit einen Ausdruck findet. Vielfach ist das der Beginn einer sinnvollen Ursachenforschung und einer effektiven Problemlösung. Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung hat eine Methode entwickelt, um solchen Kindern zu helfen. Dabei werden erfolgreiche Techniken kombiniert – und zwar werden mentalpsychologische Interventionen zur Entspannungsfindung und als Ausgangspunkt für den kreativen Prozess genutzt und auch kinesiologische Übungen sind fixer Bestandteil des Trainings. Apropos Training. Dr. Karl Isak, der Leiter des Projekts betont den positiven Zugang zu den Kindern und spricht selbst von einem Aggressionsabbautraining. „Meist wird Therapie mit Krankheit in Verbindung gebracht und die meisten der Kinder sind nicht krank, sondern werden nur krankgeredet.“ Natürlich kann es neurotische Dispositionen geben, die einen therapeutischen Prozess benötigen. Gerade hier ist das Angebot von iilo ideal, weil aus den von den Kindern produzierten Werken allfällige Störungen herauslesbar sind und Ansätze für weiterführende Lösungen bieten.

Verhaltensauffällige Kinder brauchen Techniken, mit denen sie selbst umgehen können. Neben dem Malen und der Kinesiologie sind mentalpsychologische Interventionen wesentlicher Bestandteil des Programms. Diese basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich in psychotherapeutischen Schulen und verschiedenen psychologischen Disziplinen wiederfinden.

Das Training bietet Barbara Rinner von iilo-Salzburg ab einer Gruppengröße von fünf Kindern an. Auch an anderen iilo-Standorten (Wernberg, Klagenfurt, Wien) werden Kurse ab einer Teilnehmerzahl von fünf durchgeführt.

 

Text: vm-Verlag, Foto: 123rf/HONGQI ZHANG

Lernen ist (k)eine Kunst

shutterstock_66606238 Zurijeta

Das kennen viele Eltern und Schüler: stundenlanges Lernen ohne Erfolg. Dabei kommt es auf die richtige Lerntechnik an. Lernen kann man also lernen, dann kommt der Erfolg von selbst.

Unser Gehirn kann nur ein bestimmtes Wissensvolumen aufnehmen. Nach längerer Zeit bleiben nur 15 Prozent des Gelernten wirklich haften. Ein trauriges Ergebnis, das die Pädagogen wohl zu wenig berücksichtigen. Denn nur wenige Schüler erfahren von ihren Lehrern Tipps und Tricks, wie man die Lernleistung erhöhen kann.

Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung, das auf wissenschaftliche Methoden vertraut, weiß Abhilfe und bietet nun für geplagte Eltern, die
mit ihren Kindern oft stundenlang lernen, ein Elternseminar an. In diesem werden die Eltern angeleitet, wie sie mit den Kindern lernen sollen. Es werden viele Lernmethoden vermittelt, die in der Praxis leicht und einfach umgesetzt werden können. Für die Kinder gibt es dieses Seminar ebenso. Diese
werden sich freuen, denn sie lernen, wie sie sich den Lernstoff leicht merken und diesen auch über lange Zeit behalten können. iilo berücksichtigt dabei
die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Hirnforschung und der Lern- und Motivationspsychologie. Mit dem Lernseminar von iilo macht das Lernen wieder Spaß.

Das Seminar wurde von Karl Isak, Autor mehrerer Bücher zu lernpsychologischen Themen, Trainer und Experte in der pädagogischen Psychologie entwickelt.

 

Text: vm-Verlag, Foto: shutterstock/Zurijeta

Lernen ist oft frustrierend

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Kinder brauchen mentales Fundament

Erwachsene haben es leicht. Tätigkeiten, die man nicht kann, wo Schwächen vorhanden sind oder wo die Talente nicht so ausgeprägt sind, werden einfach vermieden. Niemand wählt sich einen Beruf aus, wo er täglich mit seinen Schwächen konfrontiert wird. Bei Kindern ist das anders. In der Schule wird kein Unterschied gemacht und individuelle Fähigkeiten und Ungleichheiten zählen nicht bzw. wirken sich diese in schlechten Noten aus. Meist stecken so genannte Teilleistungsschwächen (Stichwort: Legasthenie, Dyskalkulie) dahinter. Die Kinder werden negativ konditioniert, bauen Blockaden auf und das Unterbewusstsein reagiert mit Widerständen. Normales Lernen wird zur Qual – für Eltern und Kinder gleichermaßen.

Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung beschäftigt sich seit Jahren mit Teilleistungsschwächen. „Rund ein Viertel der Kinder haben Lern- und Schulprobleme. Kindern mit Teilleistungsschwächen kann geholfen werden – allerdings nur mit einem speziellen Trainingsprogramm“, meint der Gründer des Instituts, DDDr. Karl Isak. „Das Training berücksichtigt verschiedene Aspekte – u.a. die Wahrnehmungsebenen und die psychische Konstitution. Leider sind viele Kinder von Negativerlebnissen geprägt und kommen alleine – und schon gar nicht durch isoliertes Lernen – aus dem Teufelskreis heraus.“ iilo bietet spezielle Kurse für Kinder mit Lernproblemen an. In Salzburg kümmert sich die iilo-Expertin Barbara Rinner um die Kinder. Als Vorbereitung für das nächste Schuljahr oder für die Nachprüfung finden Sommerkurse – auch an verschiedenen Orten im Land Salzburg statt. Nähere Informationen zur iilo-Methode und zum iilo-TLS-Training erhalten Sie bei Barbara Rinner (Tel. 0664 4529861).

Text: vm-Verlag, Foto: shutterstock/Benis Arapovic

Fit für die Schule – fit für die Zukunft!

shutterstock_48737962  Dmitriy Shironosov

Unsere Kinder sind unser höchstes Gut. Sie sind auch unser ganzer Stolz. Was aber, wenn eines unserer Kinder in der Schule nicht den nötigen Erfolg bringt? Oft glauben die Eltern betroffener Sprösslinge, ihre Kinder wären dumm oder bringen nicht den nötigen Fleiß auf, um in der Schule dem Leistungsdruck standzuhalten. Manch ein Elternteil ist der Verzweiflung nahe. Doch was sich im Kopf des Kindes abspielt, versuchen die wenigsten Eltern nachzuempfinden. Sind Kinder auch noch so klein, sie können die Enttäuschung deutlich spüren. Hinzu kommen die Hänseleien ihrer Mitschüler und Spielkameraden, was dazu führt, dass sich Kinder mit Lernschwächen oft ausgegrenzt fühlen und darunter noch mehr leiden. Die besorgten Eltern investieren nun viel Zeit und Geld in Nachhilfestunden, die Kinder werden aber zusehends unglücklicher und krank.

Schwächen in der Schule sind in den meisten Fällen keineswegs auf mangelnde Intelligenz oder Faulheit zurückzuführen. 20 Prozent der Kinder haben in der Schule Schwierigkeiten, weil sie für die Regelschule nicht alle vermeintlichen Voraussetzungen mitbringen. „Diese Schwächen können im visuellen, auditiven, seriellen oder anderen Bereichen liegen. Man spricht von Teilleistungsschwächen, die man durchaus erkennen und auch entsprechend benennen kann“, erklärt Barbara Rinner, die sich seit Jahren mit diesen Problemfeldern befasst.

Ein Fünftel aller Kinder sind von Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche), Dyskalkulie (Rechenschwäche) und von anderen Problemen, wie dem Aufmerksamkeitsdefizit oder fehlender Motivation betroffen. Eltern und Pädagogen tun ihr Möglichstes und ihre pädagogische Kompetenz ist unbestritten. Vielfach brauchen diese Kinder aber weitere Unterstützung. „Erst durch ein Sichtbarmachen der sogenannten Teilleistungsschwächen können die Probleme bei der Wurzel gepackt und behoben werden. Jeder muss sich im Klaren sein, dass die Lernprobleme in der Schule oft lediglich die Symptome der jeweiligen Teilleistungsschwächen zum Ausdruck bringen“, gibt Barbara Rinner, die es sich gemeinsam mit dem Mentalpsychologen DDDr. Karl Isak und der Klinischen und Gesundheitspsychologin Dr. Lieselotte Fieber zur Aufgabe gemacht hat, diesen Kindern zu helfen, zu bedenken. Dank einer eigenen iilo-Methode können Schüler mit Teilleistungsschwächen erfolgreich getestet und trainiert werden. Nach individuellem Training jedes Kindes steht den entsprechenden Erfolgen nichts mehr im Wege. Die Kinder haben wieder Erfolgserlebnisse, das Lernen wird Ihnen erleichtert, Ausgrenzungen und Diskriminierungen in der Schule bleiben aus. Minderwertigkeitskomplexe werden abgebaut und die Kinder bekommen ihr Selbstwertgefühl zurück – ihre Lernkarriere kann weitergehen. Höhere Schulen und Universitäten können ohne größere Hindernisse absolviert werden. Ein Beheben der jeweiligen Teilleistungsschwäche hat auch günstige Auswirkungen auf die Familie allgemein. Konflikte werden beruhigt, was wiederum eine positive Wirkung auf das Kind zur Folge hat.

Das Institut für individuelle Leistungsoptimierung (iilo) betreut in Puch bei Salzburg zahlreiche Kinder. „Wir müssen auf unsere Kinder achten und dürfen nicht tatenlos zusehen, wie sie unter Problemen leiden, die keine Probleme sein müssen. Jedem Kind kann individuell geholfen werden“, hebt Barbara Rinner hervor.

 

Text: vm-Verlag, Foto: shutterstock/Dmitriy Shironosov

Die Stärken der Schwachen

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Ein Buch über Talente und Teilleistungsschwächen

Schluss mit der schulischen Gleichmacherei fordern die Psychologen Karl Isak und Lieselotte Fieber in ihrem Buch die Stärken der Schwachen. Sie kritisieren den Umgang mit Kindern, die Veranlagungen aufweisen, die im schulischen Sinne als Schwäche dargestellt werden. Teilleistungsschwachen Kindern wird die Zukunftsperspektive genommen, sie werden ausgegrenzt und zu Außenseitern. Der „Normierungswahn“ der Schule, der auch durch die Noten ausgedrückt wird, gehört endlich abgestellt. „Natürlich sollten Kinder lesen, schreiben und rechnen können, nur spielt der Perfektionsgrad dieser schulischen Qualitäten im Leben kaum eine Rolle, denn kein schlechter Rechner wird Versicherungsmathematiker, dafür kann aus diesem aber ein exzellenter Verkäufer, Musiker, Sportler, Rechtsanwalt oder Arzt werden. Nur hat er kaum eine Karrierechance, denn erstens ist die Schule nicht bereit, seine Talente zu entdecken oder zu fördern und seine ‚Schwäche’ belastet seine Schulkarriere, genauso seine Psyche.“ Sehr leicht werden solche Kinder zu Versagern abgestempelt und niemand kümmert sich um ihre Stärken. Für Isak und Fieber ist dies auch der Grund, warum die psychischen Erkrankungen bei Kindern sehr stark im Steigen sind.

Es ist längst erwiesen, dass schulische Leistungen kaum Auswirkungen auf spätere berufliche Erfolge haben. Betrachtet man die Liste der Superreichen und Erfolgreichen, dann ist leicht erkennbar, dass es nicht schulische Grundfunktionalitäten waren, die zum Erfolg führten, sondern Kriterien wie zum Beispiel Kreativität, Ausdauer, Mut, Innovationsfähigkeit, soziale Kompetenz, Empathie oder ein besonderes Talent, das entdeckt und gefördert wurde – und natürlich die Herkunftsfamilie. Dennoch hält unser „System“ strikt an einer eindimensionalen Bildungspolitik fest und lässt Kinder, die in den so genannten Hauptgegenständen nicht dem vorgegebenen Normstandard entsprechen, keine Chance. Sie werden ausgegrenzt, als dumm und faul hingestellt und stehen unter enormem Druck, der früher oder später unweigerlich zu psychischen Problemen führt. Dabei ist die Individualität des Einzelnen in der Gesellschaft notwendig und ist enorm gefragt. Denn was wäre unsere Gesellschaft, wenn wir alle völlig gleich wären und idente Leistungen erbringen würden. Deshalb muss mit der schulischen Gleichmacherei endlich Schluss sein und die Kinder sollten doch ihre Stärken und Talente entwickeln dürfen. Da wird aber immer noch eine perfekte Rechtschreibung gefordert, obwohl heute der Computer ohnehin alle Fehler ausbessert. Oder Kinder, die mit Mathe nichts am Hut haben, werden damit gequält, obwohl sie im späteren Leben ohnehin nur die Grundrechnungsarten einsetzen werden. Oder es werden perfekte Aufsätze gefordert, obwohl viele Kinder ihre Geschichten bildhaft oder über die Musik erzählen wollen. Für sportliche Spitzenleistungen werden ohnehin kaum perfekte schulische Leistungen gefordert. Es hat sich noch niemand für die Rechenleistungen eines Michael Schuhmachers oder Boris Beckers interessiert.

Wenn jemand den schulischen Normen nicht entspricht, dann steckt oft eine sogenannte Teilleistungsschwäche dahinter. Begriffe wie Legasthenie, Lese-/Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche  (Dyskalkulie) oder Ähnliches sind in Mode. Schon das Wort „Schwäche“ ist eine Irreführung – vielfach wird sogar von einer Störung gesprochen – denn in Wahrheit ist die Denk- und Wahrnehmungsstruktur des einzelnen Menschen genauso einzigartig und individuell wie sein Äußeres. Claudia Schiffer hat wegen ihrer langen Beine wohl kaum eine Störung und Alicia Keys wird wegen ihrer etwas rauchigen Stimme auch keine Schwäche diagnostiziert. Sogenannte individuelle Prädispositionen – also Veranlagungen – hat jeder Mensch – das sollte akzeptiert werden und es gilt die Stärken zu suchen und zu fördern. Wohl sind bestimmte Grundfunktionalitäten zu erbringen – so ist Lesen und Schreiben gesellschaftlich einfach notwendig – der Perfektionsgrad ist aber sekundär. Menschen, die den schulischen Anforderungen und dem Vergleich mit anderen nicht standhalten, werden aber sofort an den Rand der Gesellschaft gestellt. Deshalb treten Karl Isak und Lieselotte Fieber für ein aktives Testverhalten bei Kindern ein. Bei Kindern müssen möglichst früh ihre Talente entdeckt werden und diese müssen unbedingt gefördert werden. Dort holen sich die Kinder ihre Bestätigung und ihre Kraft. Gleichzeitig müssen allfällige Teilleistungsschwächen – am besten schon im Vorschulalter – aufgezeigt werden, um dann mit einem entsprechenden Training dieser „individuellen Prädisposition“ entgegenzutreten. Mit dieser Doppelstrategie steht dem Glück der Kinder und der Eltern nichts mehr im Wege. Das „Institut für individuelle Leistungsoptimierung“, das in Graz, Klagenfurt und Villach-Wernberg Trainingszentren unterhält, bietet betroffenen Eltern und Kindern kostenlose Beratung, testest Kinder und „entdeckt“ deren Talente. Interessenten erhalten unter 0463 591559 nähere Informationen.

Das Buch „Die Stärken der Schwachen – eine alternative Betrachtung des Phänomens der Teilleistungsschwäche“ erschien im KDV-Verlag und ist beim v+m-Verlag oder im Buchhandel erhältlich.

 

Text: Sigrid Grimminger, Foto: vm-Verlag